Liebe Schwester, es ist langsam an der Zeit..


Liebe Schwester, ich war müde dieser Tage. von Verbindung keine Spur. Wo war sie hin, diese Kraft und das Vertrauen? Mißmutig, genervt, mit anklagendem Gesicht laufe ich durch mein Leben. Verurteile andere, obwohl ich eigentlich mich selbst verurteile. Ich unterdrücke meine Kraft, eine Kraft die sehr aufrüttelnd sein kann. Vernichtend aber auch klärend. In mir ruht der Berg und der Vulkan. Fordernd für mich und andere.

Immer wieder findet mich ein kleines Musikstück. Es ist wie eine Unterstützung, ein an die Hand nehmen, ein Ruf. Vielleicht magst Du es hören, während du dies hier liest?

Liebe Schwester, die letzten Tage sind wieder sehr herausfordernd und vielleicht spürst Du vermehrt wieder Anteile in Dir die sich gegen Dich und andere richten. Ungeduld, Wut, Unruhe, Ablehnung oder auch Trägheit und Apathie..

Nun ist es so, dass Du bemerkst, dass Du Dich immer mehr deiner inneren Größe näherst, Deiner Kraft und deiner inneren Wahrheit. Was sich hier so schön liest bedeutet aber in der Realität Schwierigkeiten, Konflikte, Zweifel und Rückzug. Du denkst, Du bist "falsch", Du fühlst soetwas wie Schuld. Was stimmt nicht mit Dir? Wo Du doch alles hast? Du befürchtest du wirst eines Tages bestraft, auf irgendeine Art und Weise.

Deine Freunde und Familie stehen oft nicht im Einklang mit Dir, stellen vieles in Frage was sich gerade bei Dir zeigt. Viele Dinge, die für andere aber auch für Dich selbstverständlich sind und waren, fühlen sich für Dich plötzlich irreal , nutzlos und einengend an.

Aber Du bemerkst selbt, dass alle Argumente und Anklagen, die Dich sonst wieder auf den "normalen" Weg gebracht haben, immer weniger funktionieren. Da ist etwas in Dir, was sich nicht länger unterdrücken lassen möchte. Denn genau das braucht es, genau das, um so zu leben wie Du es Dir für Dich, Deine Familie und andere wünschst.

Liebe Schwester, es ist langsam an der Zeit. Du weisst es, Du spürst es...du wirst gerufen und jeder Widerstand bereitet Dir und anderen Leid und Schmerzen. Leid und Schmerz deshalb, weil jede Selbstverleugnung dich in noch mehr Wut und Verzweiflung stürzt. Du wirst Dir und anderen gegenüber ungerecht, suchst die "Schuld" im außen, nur damit Du keine Verantwortung für Dich und Dein Leben übernehmen musst. Mutig zu Dir zu stehen, auch wenn andere dies ablehnen. Es ist an der Zeit, langsam das bisher bekannte loszulassen. Es ist an der Zeit, leer zu werden. Alles bisher gelernte und übernommene abzugeben.

Such dir einen ruhigen Ort, und wenn Du die Augen schließt siehst Du mich dort sitzen. Auf einer Anhöhe, ein knisterndes Feuer vor mir. Hier findest Du alle gerufenen Frauen, sie werden Dich unterstützen, Du wirst uns unterstützen. Setz Dich zu uns und lausche, Wenn Du weinen willst, dann weine, wenn Du müde bist, dann schlafe, wenn Du summen möchtest, dann summe..werde leer, werde leer..und lass in Dir eine Welt entstehen, Deine Welt.....du bist nicht allein, du bist nicht allein.

Bitte hör nicht auf zu träumen, von einer besseren Welt


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​© 2016 Spürbar-Ich, Heike Eichhorn