Was tun...

July 14, 2019

Was tun....

wenn die Tage immer schneller vergehen und die Stunden immer mehr mit Dingen gefüllt sind, die uns nicht glücklich machen? Wenn wir uns einreden, dass es ja schließlich so sein muss, Arbeit, Geld, Familie ernähren und die Kinder immer früher in andere Hände abgeben, weil wir dies sonst alles nicht verwirklichen können?

 

 

Wenn wir mit einem unguten Gefühl unser Kind in der Betreuung zurücklassen, weil Du die traurigen Augen den ganzen Tag einfach nicht vergessen kannst, Dir aber einredest, das gibt sich schon?

Wenn Du, wie die meisten in dieser Gesellschaft, Deiner Arbeit und sonstigen Verpflichtungen nachgehst, Du aber immer mehr merkst, dass da etwas nicht stimmt....mit allem, was bisher so war. Wenn auch spirituelle Sprüche und/oder positive Affirmationen nichts mehr bringen? Wenn Dir immer mehr und mehr bewusst wird, dass hier irgendetwas schief läuft, Du Dich müde fühlst, ausgebrannt, keine Energie mehr für die Dinge, die Dir wichtig sind, hast? Wenn Du Dich selbst nicht mehr spürst, weil Du Dir die Zeit nicht mehr dafür nimmst und dich daher auch die anderen nicht mehr spüren können? Weil immer, wenn Du zur Ruhe kommst, deine Gedanken Karusell fahren, Dein Körper sich bemerkbar macht und die Unruhe, die dich einfach nicht zufrieden lassen will...So zerstreuen wir uns weiter, wir schauen Fernsehen, lesen ein Buch oder lassen uns sonst etwas einfallen, damit wir nicht wirklich in die Stille kommen.

Weil dort lauert sie, die "Stimme" die uns immer lauter sagt, dass hier etwas nicht stimmt. Aber sie wird nicht verschwinden. Wenn wir vor ihr weglaufen sucht sie sich einen Platz im Körper um mit uns zu "reden".

Leider habe ich keine Antwort auf die Eingangsfrage "Was tun"? Weil ich dies auch gelernt habe..es gibt nichts und niemanden im Außen, der dir dies beantworten kann. Sicherlich gibt es Menschen, die Dir beistehen können oder auch Impulse und Hilfestellungen, letztendlich aber muss jeder für sich selber herausfinden, was er/sie braucht um wieder Kontakt mit dem Leben zu bekommen. Mit sich...und dazu gehört Ruhe, nein nicht Schlaf (das ist auch eine Art Flucht) sondern Ruhe, Stille, ohne Musik oder sonstige Dinge, die ablenken könnten. Den Gefühlen stellen, die vllt auftauchen, wahrnehmen und zulassen. Vllt musst Du plötzlich weinen oder es taucht Wut auf oder Gedanken, die Du garnicht denken möchtest....dann ist es so...dann zeigt es sich eben.  

Gib nicht auf, trau Deinem Gefühl und der Stimme, lass ihr immer mehr Raum und Zeit, sich zu zeigen. Es gibt noch andere Möglichkeiten des Lebens, wir sind nur noch nicht soweit, dies zu verwirklichen.

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​© 2016 Spürbar-Ich, Heike Eichhorn