MAYA Illusion

April 29, 2016

 

Die Hindus und die Buddhisten in Indien veehren MAYA als das "materielle Universum" als die "Mutter der Schöpfung" und als Illusion.  Sie fordert auf, hinter den Schleier der irdischen Illusion zu schauen, so daß die wahre Natur des Universums zum Vorschein kommt.

 

Für mich steht es ausser Frage und viele bemerken es ebenfalls, das sich seit einigen Wochen im Bewusstsein und der Wahrnehmung der Menschen mehr und mehr verändert.

 

Unsere Grundsätze, Wertvorstellungen, alles was bisher "normal" und "richtig" erschien, wird durcheinandergewirbelt, in Frage gestellt. Der große Flüchtlingsstrom fordert unsere Menschlichkeit und unser Mitgefühl heraus. Wie schnell lassen wir unseren Verstand über das Schicksal der Menschen entscheiden? Wie sehr lassen wir uns von der Angst, die die Medien schüren, gefangen nehmen? Wie stark ist noch die Abgrenzung und Trennung, wie tief kann ich spüren, dass wir tatsächlich alle eins sind und dies nicht nur ein platter, hohler, spiritueller Satz ist, hinter dem wir uns verstecken? Und was heißt das überhaupt?...

 

Der Fall Böhmermann lässt uns darüber nachdenken: Wo ist die Grenze des Wortes? Was ist erlaubt? Wo lachen wir vielleicht mit obwohl wir in uns eine Ablehnung erkennen, in der Art und der Wahl, wie die Worte gewählt wurden? Wo geben wir wichtige Freiheit auf und wo gilt es zu überdenken, was Worte anrichten können?

 

An was hängen wir und warum hängen wir daran? Was sind wir, wenn wir nicht mehr daran hängen? Was wären wir ohne diese Person, das Haus, ja sogar ohne unseren Glauben?

 

Aber auch in der eigenen kleinen Welt schleichen sich immer mehr Zweifel ein. Das gewohnte Leben hinterlässt Fragen, einen faden Beigeschmack und das Gefühl, das irgendetwas so nicht mehr richtig ist..es fühlt sich falsch an. Was über Jahrzehnte vielleicht seine Berechtigung hatte und den Menschen Halt und Sicherheit gegeben hat, wird in Frage gestellt.

 

Was ist der Sinn des Lebens? Diese Frage gibt es schon seit Menschengedenken und ob darauf jemals eine Antwort gefunden wird ist fraglich. Macht es Sinn, jeden Morgen auf seine Arbeitsstelle zu gehen, zu hoffen, dass der Tag bald vorbei ist um dann abends müde auf der Couch zu sitzen und am nächsten Morgen geht es so weiter? Oh ja, klar ist es wichtig sein Einkommen zu haben, ohne Frage! Aber die Fragen: Ist das alles? Möchte ich wirklich so leben? Und wenn nein, wie möchte ich dann leben und wie kann ich es realisieren?  werden immer hartnäckiger und haben ihre Berechtigung...

Erst die Arbeit dann das Vergnügen...es gibt immer noch irgendetwas zu tun...Haushalt, Garten, Auto..und dann erst bleibt mal ein wenig Zeit für sich..vielleicht.

..möchte ich weiter zusehen, wie die Kinder müde und resigniert in die Schule gehen? In eine Schule in der  nachweisslich nichts wirklich wichtiges vermittelt wird, die einfach aus interessierten, neugierigen Kindern leere Hüllen macht...die Leidenschaft und Freude wird genommen, man muss funktionieren...wo die Kinder zu Recht irgendwann verweigern. Wollen wir Eltern das? Welches Bildungssystem wäre schon längst vonnöten? Was hätten wir uns damals gewünscht? Soll das immer so weitergehen nur weil es immer so war?

 

Und warum, wofür? Damit sie später so leben können wie wir? Eine besser Anstellung bekommen, mehr Geld?

 

Was bleibt ist Leere.....und das Gefühl, in einer Zwischenwelt zu sein. Nicht mehr ganz in der alten aber auch noch nicht in der "neuen". 

 

Es gibt sicher auch einige, die das nicht so empfinden und vielleicht ist das auch gut so..vielleicht braucht es das Gegenstück zum Ausgleich..

 

Letzendlich gilt es für alle, immer tiefer zu gehen..immer wieder zu hinterfragen: Bin das wirklich ich oder habe ich das übernommen?  Was ist Schein, eine Illusion? Entscheidet gerade mein Verstand oder kann auch mein Herz dahinter stehen? Weil genau das wird in den nächsten Jahren immer mehr gefragt sein...Dein Herz..

 

Und jetzt schließe ich hier, weil noch die Wäsche wartet und die Küche und das Auto und.....;-)

 

eure Heike

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Please reload

​© 2016 Spürbar-Ich, Heike Eichhorn